Diagnostik

Was bedeutet Diagnostik?

Kommt der Therapeut zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Verhaltensauffälligkeit nicht nur um eine vorübergehende Erscheinung ohne Krankheitswert handelt, ist in einem nächsten Schritt zu prüfen, um welche Art von Erkrankung es sich dabei handelt und welche Art von Therapie zu deren Behandlung angezeigt ist. Dies erfolgt im Rahmen der sogenannten Diagnostik.

Scheinbar psychische Verhaltensauffälligkeiten können neurologische Ursachen haben und einer medizinischen Behandlung bedürfen. Vor Beginn einer Psychotherapie muss dies von einem Arzt abgeklärt werden. Beispiele zumeist neurologische Befunde sind geistige Behinderungen, Hirntumoren oder Stoffwechselerkrankungen.

Hat der Arzt organische Ursachen für die Verhaltensauffälligkeit nicht feststellen können, ist es Sache des Psychotherapeuten, den psychischen Befund zu erheben. Dabei sind die innerpsychischen Konflikte herauszuarbeiten, die der Verhaltensauffälligkeit zugrunde liegen, und es ist die Behandlungsform zu bestimmen, die zur Verarbeitung des Konfliktes am besten geeignet ist.

© Kirsten Müller-Pontow, Psychotherapie für Kinder und Jugendliche, 10437 Berlin (Prenzlauer Berg)