Beratung

Wie berate ich Sie?

Kinder und Jugendliche durchlaufen in ihrer Entwicklung vielfältige Stadien. Dabei machen sie Erfahrungen, die jedes Kind und jeder Jugendliche anders verarbeitet. Diese Verarbeitungsprozesse bleiben in den meisten Fällen unbemerkt. Ab und zu treten aber auch Verhaltensauffälligkeiten auf. Je ausgeprägter diese Auffälligkeiten sind, umso stärker werden sie durch die Umwelt als Belastung empfunden; zugleich wirken sie auf das Kind oder den Jugendlichen zurück. Eine Atmosphäre der Verunsicherung und Hilflosigkeit macht sich breit: die Beteiligten haben das Gefühl, die Konflikte nicht allein lösen zu können, und suchen externe Hilfe bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten.

Nicht hinter jeder Verhaltensauffälligkeit verbirgt sich eine Entwicklung mit Krankheitswert, die eine Behandlung erforderlich macht. Oft genügen schon wenige Gespräche, um einen Konflikt offen zu legen und zu entschärfen. Dennoch: auch scheinbar ‚harmlose’ Verhaltensauffälligkeiten können durchaus einer Behandlung bedürfen. Aufgabe des Therapeuten ist es daher zunächst abzuklären, ob es sich bei der Verhaltensauffälligkeit nur um eine vorübergehende Entwicklung ohne Krankheitswert handelt. Dies erfolgt im Rahmen der Beratung.

Die Beratung besteht aus bis zu fünf sogenannten ‚probatorischen Sitzungen’, in denen der Therapeut Gespräche mit den Beteiligten führt. Das erste Gespräch erfolgt mit allen Beteiligten gemeinsam und dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Daran anschließend finden in der Regel Einzelgespräche statt mit dem Ziel, das Problem zu erörtern und die Krankengeschichte zu erheben. Daneben geht es aber auch darum, mit den Beteiligten über ihre Wünsche und Ängste zu sprechen, um angesichts der Hilflosigkeit und Verunsicherung, die mit der Verhaltensauffälligkeit einhergehen, eine erste Hilfestellung zu geben.

© Kirsten Müller-Pontow, Psychotherapie für Kinder und Jugendliche, 10437 Berlin (Prenzlauer Berg)